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Die Sache mit dem Hexenstieg-Logo

Die Sache mit dem Hexenstieg-Logo

Auf verschiedene Art und Weise bin ich in letzter Zeit auf das Hexenstieg-Logo angesprochen worden und selber habe ich heute gesehen, dass jemand eine Urheberrechtsverletzung bei Youtube gemeldet hat, über ein Video von mir, für das ich komplett eigenes Video- und Bildmaterial und auch keinerlei Musik verwendet habe. Es muss wohl das Thumbnail sein, für das ich ein Foto mit einer Hexenstieg-Ausschilderung eingesetzt habe. Da ich bei Youtube nicht mehr so aktiv bin bzw. den Spaß verloren habe, habe ich das Video einfach offline gesetzt. Was soll’s.

Bereits im letzten Jahr fing die Sache mit dem Hexenstieg-Logo an. Ich bekam vom Harzer Tourismusverband einen Brief nach Hause, der sinngemäß aufforderte, die Verwendung des Hexenstieg-Logos zu unterlassen. Das Logo sei geschützt und nur Mitgliedern des Hexenstieg-Pools sei die Verwendung gestattet.

Daraufhin entfernte ich das „reine“ Logo von meinem Blog inkl. Webspace und machte Fotos, auf denen die Ausschilderung bzw. das Logo eindeutig zu sehen ist, unkenntlich.

wanderschild-hexenstieg-2022

Wessen Harzer-Hexen-Stieg (Vermarktung) ist das eigentlich?

Stöbert man etwas durch das Internet auf der Suche nach der „Organisation“ des Hexenstieges, so findet öfter den Satz: „Der Harzer-Hexen-Stieg ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Harzklub, dem Nationalpark Harz und dem Harzer Tourismusverband“ (Quelle: https://www.kreis-hz.de/de/wandern/harzer-hexen-stieg.html). Die beiden erstgenannten sind für die Pflege zuständig und der Harzer Tourismusverband (HTV) für die Vermarktung. Der HTV ist ein Verein und seine Mitglieder kommen aus verschiedenen Ecken. Diese können auf der Internetseite auch nachgeschlagen werden. Sofort fällt auf, dass Landkreise, Kommunen/Städte, Tourismusvermarkter u.a. Mitglieder sind und auch dass der 1. Vorsitzende automatisch der Landrat des Landkreises Goslar (oder LK Harz?) ist. Ich schaue nun mal bei meinem
Landkreis Göttingen nach dem HTV. Zusammengefasst hat man den HTV als Organisation für die Destinationsvermarktung „beauftragt“ und auch im Haushaltsplan taucht hier „Mitgliedsbeitrag Harzer Tourismusverband e. V.“ (geplant für 2019 – 39.800,00€) auf. (Quelle: https://www.landkreisgoettingen.de/fileadmin/eigene_Dateien/Landkreis/Politik/Haushalt/Haushaltsplan_2019_mit_Lesezeichen.pdf) Der Verein wird also zum Teil durch die öffentliche Hand finanziert. Bin mir recht sicher, dass die Stadt Osterode, in der ich wohne, auch einen Beitrag leistet. Um das ganze abzukürzen: Bin ich als Bürger der Stadt Osterode und des Landkreises Göttingen nicht irgendwie auch Vereinsmitglied. Gehört die Hexenstieg-Vermarktung nicht dem „Volk“? Man kann aufgrund des Vorsitzes des Landrats davon ausgehen, dass der Vereinshaushalt größtenteils durch öffentliche Mittel gedeckt wird. Mit Bundes- und Landesmitteln will ich gar nicht anfangen. Es ist aber so, dass der HTV sein Budget aufstockt, indem er durch den Hexenstieg-Pool Unternehmen eine Hexenstieg-Exklusiv-Vermarktung anbietet. Die Begründung liegt vermutlich darin, dass die Finanzierung mit öffentlichen Mitteln nicht ausreicht. Ich habe auch mal gehört, dass es hierfür eine Art Marketing-Unternehmen gibt. Wenn man sich die Sachen aber anschaut, taucht hier immer der HTV auf. Kann der HTV einfach sagen: „Wir vermarkten für alle den Harz, aber nicht den Hexenstieg“? Übrigens sind die Pool-Mitglieder nicht gleichzeitig HTV-Mitglied und es sind vermutlich weniger als die Hälfte der Unterkünfte rund um den Hexenstieg im Pool. Es ist kompliziert, aber Ihr versteht bestimmt, worauf ich hinaus will.

Ich muss an dieser Stelle übrigens noch anmerken, dass ich Mitglied im Harzklub bin. Ohne diesen würde es den Hexenstieg gar nicht geben. Aber es ist wohl kein Freifahrtschein für die Verwendung des Hexenstieg-Logos.

Wem schade ich mit der Verwendung?

Wenn es so um die Verletzung von Bild- oder Markenrechten geht, sind wir schnell im Wettbewerbsrecht. Sage ich als Hotelfachmann. Stehe ich mit meinem Blog bei der Verwendung des Hexenstieg-Logos im Wettbewerb mit dem HTV? Streiten wir uns hier um Kunden? Wie schon oben genannt, ist der Harzer Tourismusverband e.V. damit beauftragt als Tourismusorganisation die Destinationsvermarktung zu übernehmen. Jeder Gast, der in den Harz kommt, ist ein Erfolg für den Verein. Es ist ein undankbarer Job, denn der Erfolg kann nur schwer gemessen werden. Es gibt zwar immer wieder Umfragen zur Beliebheit der deutschen Mittelgebirge, aber letztendlich kann man hier nur die Zahlen der Landesämter für Statistik als Bewertung hinzuziehen. Mein Blog hält aber niemanden davon ab, den Harz für die Hexenstieg-Wanderung zu besuchen. Im Prinzip helfe ich mit meinen Planungshilfen dem HTV bzw. anderen Unterkünften am Hexenstieg. Doch jetzt kommt dieser Hexenstieg-Pool mit ins Spiel, mit dem man Exklusiv-Rechte (z.B. Logo-Nutzung) verkauft. Diese Rechte müssen nun vor den Kunden/Poolmitgliedern geschützt werden oder es sind Kunden, die hier die bezahlte Exklusivität einfordern. Unterm Strich verzichtet der HTV auf die breitere Vermarktung im corporate Design und kümmert sich um die Verteilung der Gäste, was aber nicht seine Aufgabe ist. Und das zur Finanzierung des Marketings. Mein Fazit als Nicht-Jurist: Ich sehe hier einfach keine Wettbewerbsverletzung. Fun Fact: Das Logo ist jetzt schon länger nicht mehr online und es hatte keine Auswirkung auf die Besucherzahlen meines Blogs.

Hotel Harzer Hof = harz-hexenstieg.de?

Jetzt kommt der ein oder andere (dazu gehört auch der HTV) und werfen meinen privaten Blog mit meinem Hotel in einen Topf. Unterm Strich spielt es keine Rolle, ob man hier als Kapitalgesellschaft oder Privatperson ins Geschehen eingreift. Genau genommen sind beide Dinge aber strikt getrennt. Den Blog betreibe ich in erster Linie, weil es mir Spaß macht. Ich habe hier unzählige Stunden mit Wanderungen auf dem Harzer Hexenstieg verbracht und das war keine Arbeit. Na logisch bewerbe ich das Hotel, für das ich als Geschäftsführer tätig bin. Wieso denn nicht? An dieser Stelle kann ich Euch auch erzählen, dass das Hotel Harzer Hof auch schon Mitglied im Hexenstieg-Pool war. Ich (als Geschäftsführer) hatte den Pool aber wieder verlassen, weil ich keinerlei Zuwachs an Hexenstieg-Übernachtungen verbuchen konnte. Der HTV bot mir als Privatperson im Schreiben an, für 400,00€ pa (glaube ich .. ziemlich sicher) wieder in den Pool zurück zu kommen und dann könne ich das Logo wieder frei verwenden. Ähm …. ja. Übrigens verdiene ich bis auf die Amazon-Affiliate-Links (ca. 50,00€ im Jahr) nicht einen Cent mit meinem Blog!

Wieso immer ich?

Habt Ihr Geschwister und fühltet Euch immer benachteiligt? Ich habe 3 Brüder und dieses „Wieso immer ich?“ ging mir bestimmt öfter über die Lippen. Jetzt bin ich aber Ende 40 und heute frage ich das immer noch. Hat der HTV wirklich alle angeschrieben, die unberechtigt das Hexenstieg-Logo verwenden? Ich kann hier mit Sicherheit sagen „Nein“. Schon letztes Jahr schaute ich über die Google-Bild-Rückswärst-Suche nach Webseiten mit dem Logo. Ich fand hier 2 Seiten, deren Betreiber (einer kommerziell) ich gut kenne und weiß, dass sie nicht im Hexenstieg-Pool sind. Beide wurden nicht angeschrieben und verwenden weiterhin das Logo. Dann gibt es Seiten (heute gecheckt), bei denen es rein um Google adwords, Hotelprovisionen und Affiliate-Links geht, die das Logo verwenden. Die würden niemals einen Poolbeitrag bezahlen. Alle kommen nicht aus dieser Region. Also, wieso immer ich?

Epilog

Ich mach jetzt hier den Deckel drauf. Glückwunsch an diejenige, die bis hierhin gelesen hat. Das Thema „Hexenstieg-Logo“ ist beendet. Die abschließende Frage ist: „Was bringt mehr, die eigentliche Verwendung des Logos oder darüber zu schreiben / Content zu produzieren?“