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Harzköhlerei Stemberghaus

Eine Wissens-Insel direkt am Harzer-Hexen-Stieg

Wer sich bei seiner Wanderung auf dem Harzer-Hexen-Stieg besonders für den Bergbau in Verbindung mit der Oberharzer Wasserwirtschaft interessiert, der sollte auf der Südroute zwischen Hasselfelde und Altenbrak unbedingt die Harzköhlerei Stemberghaus besuchen, denn das „Kohle machen“ steht in unmittelbarer Verbindung mit dem Bergbau. Nur mit Hilfe der Kohle war es möglich, das Eisenerz zu verhütten.

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Ich habe letzte Woche eine Gruppenfahrt zur Köhlerei organisiert. Nein, wir sind nicht auf dem Harzer-Hexen-Stieg gewandert, sondern einfach mit dem Bus angereist. Nach einem einem kräftigen Köhlerschnaps führte uns der Seniorchef über das Gelände. Dabei gab es natürlich viele Infos über das Köhlerhandwerk. Beginnend mit den alten Griechen, über den Bergbau ab dem 18. Jahrhundert bishin zur heutigen Verwendung. Hierbei spielt übrigens die Holzkohle zum Grillen keine große Rolle, denn besonders im Bereich der Aktiv-Kohle-Filter wird am meisten von der verkohlten Buche oder Eiche verwendet.

Auf dem Gelände kann man sehr gut sehen, wie ein Kohle-Meiler aufgebaut ist.

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Wer sich vorab informieren will, schaut sich am besten auf der Seite der Harzköhlerei das Video an: https://www.harzkoehlerei.de/Koehlerei/LIVE!/

Die Köte, die auch ab und zu auf dem Harzer-Hexen-stieg zu sehen ist, spielt auf dem Gelände auch eine Rolle. Die Meiler mussten besonders bei Wind ständig im Auge gehalten werden. Daher war die Köte eine Art Unterkunft für die Köhler. Zur Köte findet man folgende Erklärung: „Die Köte war früher der Aufenthaltsort der Köhler. Sie wurde aus 4-5m langen Stangen errichtet. Diese stellte man kegelförmig zusammen und deckte sie mit Baumrinde und Rasenstücken ab. In der Spitze war eine Öffnung als Rauchabzug mit einem Schutzdach gegen Regen. Der Köhler lebt mit seinen Gehilfen vom Frühjahr bis zum Winterbeginn in der Köte“.

wandern im harz

Was mir noch ganz gut gefallen hat, ist die Erklärung der „Holzeinheiten“. Vielleicht kennt das einer: „Sag mal, was hast Du für Dein Kaminholz bezahlt?“ „Raum- oder Festmeter?“ … Ich kann mir das nie merken. Ich hatte es zwar schon einmal auf dem Köhlerweg nach Hasselfeld auf den Harzer-Hexen-Stieg gesehen, doch leider wieder vergessen. Auf dem Gelände wird dieses Thema ausführlich erklärt.

Nach der Besichtung der Köhlermuseums und des Souvenirladens, ging es mit der gesamten Gruppe in die große und neue Köhlerhütte.

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Hier gibt’s täglich Essen und Trinken. Auch wer sich nicht für die Harzer Köhlerei interessiert, kann hier gut einkehren, denn die Köhlerei direkt direkt am Harzer-Hexen-Stieg, bzw. führt sogar über deren Hof. Für unsere Gruppe wurde in der Köhlerhütte mit Holzkohle aus eigener Produktion gegrillt. Ein schönes Gruppenerlebnis!

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In der neuen Köhlerhütte

Eine Sache habe ich noch vergessen: Direkt am Köhlerladen ist eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel. Wer sich nach dem Essen vielleicht noch etwas die Beine vertreten will, könnte noch knappe 2km zum Roten Stein mit einem tollen Ausblick auf Rappbodetalsperre wandern und sich einen weiteren Stempel abholen.

Über Hexenstieg-Profi Stephan

Geboren und aufgewachsen in Osterode am Harz. Kam durch den Oxfam Trailwalker zum Wandern und kennt den Harzer-Hexen-Stieg wie seine Westentasche. Kann auch als Wanderführer für den Hexenstieg gebucht werden.

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