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Fotowanderung mit dem Smartphone | Huawei P9

Fotowanderung mit dem Smartphone | Huawei P9

Das Huawei P9 für Foto und Navigation

Jeder, der einen Wanderblog hat, muss sich mit dem Thema Fotografie beschäftigen, bzw. da wird jede Wanderung zu einer Fotowanderung. Ich selber bin/war immer der Meinung, dass ich mit der besten Kamera das beste Bild machen kann. Der Meinung bin ich natürlich immer noch, was aber nicht bedeutet, dass man mit anderen Kameras schlechte Bilder macht –> für ein gutes Foto ist immer noch der Fotograf entscheidend.

wandern in Luxemburg

Müllerthal Trail Route 2

Bei mir stand nun ein 5-tägiger Wanderurlaub vor der Tür. Ich hatte diesmal keine Lust, die DSLR mit 2-3 Objektiven mitzuschleppen. Auch die Kompaktkamera blieb zu Hause. Ich steckte einfach nur mein neues Smartphone ein, das Huawei P9. Über das Telefon will ich jetzt nicht viel schreiben. Kann jeder selber google’n. Um das beste aus dem P9 herauszuholen, bestellte ich mir kurz vorher noch die Manfrotto MCLAMP Smartphone Halterung, die ich zusammen mit meinem Gorillapod einsetzte. Um bei langen Wanderungen nicht am Akku zu scheitern, kam dann noch ein Outdoor PowerPack dazu.

Los ging’s auf den Müllerthal Trail in Luxemburg. So mal nebenbei und vorab: Die Route 2 des Müllerthal Trails ist der Hammer und es wurde anstrengender als gedacht, so dass ich froh war, keine dicke DSLR dabei zu haben. Mein Huawei P9 nutzte ich auch für die Navigation bzw. für das Tracking. Hierfür setze ich immer noch Komoot ein. Ich hatte mir im Vorfeld die Wanderkarten heruntergeladen, so dass ich in Luxemburg offline wandern konnte. Recht schnell kamen die ersten Motive in meinen Blick. So die Wald-Felsen-Fotos waren schon mal recht einfach und ich empfand sie auf dem kleinen Display als gelungen.

fotowanderung

Standard Waldfoto

Nach ein Paar Kilometern kamen wir zum Kohlscheuer, ein kleiner höhlenartiger Abschnitt mit totaler Dunkelheit. Also holte ich den Gorillapod raus, klemmte das Smartphone in die Halterung und versuchte mich an einer Langzeitbelichtung. Klappte nicht so richtig, was aber in erster Linie daran lag, dass ich mich mit dem Telefon zu wenig beschäftigt hatte. Ich holte dies später nach.

Neben vielen anderen Fotos versuchte ich am bekannten Schiessentümpel etwas länger zu belichten. Hierfür hätte ich einen Dunkelfilter gebraucht. Schade. Trotz ISO50 blieb der Effekt aus.

smartphonewanderung

Schiessentümpel mit etwas längerer Belichtung

Panorama-Funktion

Zwischenzeitlich versuchte mich auch an der Panorama-Funktion des Smartphones, da ein „Weitwinkel“ nicht vorhanden war. Die Versuche gingen alle in die Hose. An irgendeiner Stelle war immer ein Bildfehler. Ich versuchte es dann später im Pro-Modus, spricht mit den manuellen Einstellung, Bildausschnitte zu fotografieren und diese dann später per Software zusammen zu setzen. Das klappte viel besser:

picture merge

Schloß Koblenz – zusammengesetzte Bilder

Nachtaufnahme

Auch wieder im Pro-Modus habe ein Paar Fotos nachts gemacht. Das geht wirklich gut. Mit dem Gorillapod sind lange Belichtungszeiten gut machbar. Bis zu 30 Sekunden kann belichtet werden. Ein Rauschen ist bei ISO100 kaum vorhanden. Es gibt nur ein Problem: das Fokussieren und die Einstellung der Belichtungszeit. Hier muss man einfach testen.

Schlecht nachbearbeitet

brubbel

Der Brubbel länger belichtet mit Stativ / Gorillapod

Gegen die Sonne fotografieren

Bei einer Stadtführung habe ich mal mit der HDR-Funktion des Huawei P9 gegen die Sonne fotografiert. Das klappte im Prinzip ganz gut.

Portrait / Offenblende

Das Huawei P9 hat 2 Linsen. Die Standardblende ist 2,2 und die Sonderblende mit der 2. Linse ist 4,0. Wie das kommt, kann ich leider nicht erklären. Bilder mit dieser Blendenfunktion haben auch ab und zu Fehler. Das Smartphone hat manchmal Probleme, das Objekt zu erkennen. Wenn’s funktioniert, ist alles ok.

blendenfunktion

Landschaftsfotografie

Das größte Manko der Kamerafunktion des Smartphones ist die Tiefschärfe. Hier hilft auch nicht der Einsatz eines Stativs. Ich werde hier noch mal ein Paar Versuche machen.

landschaftsfotografie

Echternach

foto

Wanderung um die Maare

Huawei P9 Akkukapazität

Ich denke, dass die o.g. Punkte auf alle Smartphones anzuwenden sind, besonders dann, wenn man in einen manuellen Modus wechseln kann. Ich bin hier zwar kein Fachmann, doch die aktuellen Mobiltelefone haben einen großen Schritt in Richtung Kompaktkameras gemacht, die wiederum den DSLR Kameras näher kommen. Im Vorfeld hatte ich Bedenken bzgl. der Akkulaufzeit, zumal ich die Wanderroute immer via Komoot nebenbei getrackt hatte. Daher nahm ich so ein Powerpack mit. Bei der letzten wählte ich sogar eine vorgegebene Route aus und startet sogar die Navigation. Der Akku entlud sich auf 10km um ca. 35%. Das ist OK. Dieser Wert wird sich vermutlich mit dem Alter ändern. Das Powerpack kam nie zum Einsatz.

Fazit

Unterm Strich bin ich mit dem Smartphone als Kamera für die Wanderung sehr zufrieden. Für meinen Blog reicht das absolut aus. Wenn man etwas nachbearbeitet, kann man auch hier tolle Bilder erzeugen, die Emotionen hervorrufen. Man muss sich immer bewußt sein, dass das Mobiltelefon den Großteil des Fotos berechnet. Die kleinen Linsen und der kleine Sensor sind halt extrem beschränkt. Für einen Posterdruck fehlt hier absolut die Tiefenschärfe. Ich habe für mich nun entschieden: Wenn ich intensiver und auch mit Stöcken wandern will, kommt das Smartphone mit – wenn ich Fotos machen wird die DSLR Kamera mit Objektiven eingepackt.

Über Hexenstieg-Profi Stephan

Geboren und aufgewachsen in Osterode am Harz. Kam durch den Oxfam Trailwalker zum Wandern und kennt den Harzer-Hexen-Stieg wie seine Westentasche.

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