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Sperrung Bodetal

Der letzte Abschnitt des Harzer Hexenstieges zwischen Treseburg und Thale

Mein Fuß ist wieder ok und es war mal wieder Zeit, ein Paar Meter auf dem Harzer Hexenstieg zu machen. Nachdem in den letzten Monaten viel über die Bodesperrung im Bodetal geschrieben wurde, wählte ich die letzten Paar Meter des Wanderweges, um mir selber ein Bild von der Situation machen zu können.

Ich parkte mein Auto am Friedenspark in der Nähe des Zielpunktes des Hexenstieges. Normalerweise führt der Weg gleichzu Beginn über die Bode in Richtung Funpark/Seilbahnstation, doch ich wollte vorab einen kleinen Umweg über den Hexentanzplatz machen. Im Prinzip war es der sportliche Teil des Tages, denn auf der Aufstieg hoch zum Hexentanzplatz war steil und steinig. Auf den guten 2km waren knappe 300 Höhenmeter zu bewältigen. Dazu kamen noch recht schwere steinige Abschnitte.

hexentanzplatz-wanderweg

Weg hoch zum Hexentanzplatz

Oben war’s wieder immer recht voll und ich knipste nur schnell ein Foto einer netten Hexe. Leider wurde es dunkler und die ersten Tropfen kamen vom Himmel. Also schnell zur La Viershöhe und einen Stempel der Harzer Wandernadel abgeholt. Danach über den Hirschgrund runter zur Gaststätte Königsruh. Ein wirklich toller Weg !

hirschgrund-bodetal

Was ist nun mit der Sperrung

Ich wollte das Ganze aus der Sicht des Hexenstieg-Wanderers betrachten und lief erstmal hoch zum Bodekessel.

bodekessel

Bereits zwischen dem Bodekessel und dem Gasthaus Königsruh sind Felsen den Hang herabgestürzt und haben den Hexenstieg förmlich halbiert. Ich bin etwas verwundert, dass dieser Bereich eigentlich gar nicht richtig in den Diskussionen vorkommt. Wäre man hier konsequent, müsste der gesamte Wanderweg zwischen Treseburg und Thale gesperrt werden. Ist er aber nicht.

bodetal-felsen

Am Gasthaus Königsruh ist dann das Schild mit der Wanderweg-Umleitung, aber eine Sperrung oder ein Schild ist nicht zu sehen. Sondern die Wanderer werden auch noch über diesen Weg hoch zur Roßtrappe geführt.

hexenstieg-wanderweg-umleitung

Der Harzer Hexenstieg führt nun auf der anderen Bodeseite in Richtung Waldkater weiter. Der Weg ist ziemlich ähnlich und wie im gesamten Bodetal liegen am gesamten Hang einige Felsen. Der Weg ist lediglich etwas steiniger. An der Brücke beim Waldkater geht’s dann wieder zurück auf die Originalroute.

wanderweg-waldkater

Hier ist ein Absperrband gezogen … doch nicht lange, denn aus Richtung Königsruh kam ein blauer SUV, der Fahrer stiegt und schnitt mit einem Taschenmesser erbost das Band durch. ähm ja … Übrigens waren auf dem eigentlich gesperrten Weg auch ein Paar Touristen unterwegs. Letztendlich ist es nur das Fußgänger-Verbots-Schild, das hier auf eine Sperrung hinweist.

sperrung-bodetal

Reicht das so? Die Stadt Thale sagt JA .. das Land Sachsen-Anhalt sagt nein. Was denkt Ihr ? Muss da eine Schranke hin oder muss sogar das ganze Bodetal gesperrt werden ? In einem Online-Bericht habe ich heute gelesen, dass viele Wanderer nun verlässig und verbotenerweise den gesperrten Weg benutzen.Ich würde solche „Verkehrsschilder“ nicht zwingend bemerken.

Ich würde mich über Kommentare sehr freuen !

Hexenstieg-Video vom Bodetal

P.S.: Ich hab da mal mit einem unrasierten Statisten ein kleines Video gedreht …

Harzer Hexenstieg – Wanderwegumleitung Bodetal 2013 from Stephan Zirbus on Vimeo.

2 Kommentare

  1. Wow … ein toller Kommentar. Besonders die Vorschläge zur Kennzeichnung sind auch für mich der einzig richtige Weg und es würde auch dem Gastwirt keine Kunden kosten. Den einen Tag war ja auch ein Band quer über den Weg gespannt, doch ein wütender PKW-Fahrer aus Richtung Königsruh schnitt es durch … das ist wohl auch für Wanderer ein Zeichen, dass hier alles frei ist.

    Jetzt kommt erstmal die Wintersperrung … schauen wir mal, was 2014 bringt.

  2. Hallo Stephan,

    ich denke, ein Tor muss eigentlich nicht unbedingt sein, um den Weg zu sperren. „Eigentlich“ schreibe ich einschränkend deshalb, da es unverantwortlich handelnde Menschen gibt, die die tatsächlich auf dem betreffenden Wegabschnitt bestehende Gefahr kleinreden wollen. Statt zu handeln, wird prozessiert, verharmlost, polemisiert.

    Richtig böse wird es, wenn durch solches Handeln Menschen in Gefahr gebracht werden. Fakt ist, dass auf dem betreffenden Abschnitt ein deutlich erhöhtes Felssturzrisiko besteht. Das haben mehrere Gutachten gezeigt. So zu tun, als sei da kein höheres Risiko als an anderen Stellen des Harzes ist unverantwortlich: „Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher“ (B. Brecht).

    Die Leute von der Landkreisverwaltung oder vom Land wollen sicher auch nicht, dass das Bodetal für Wanderer tabu ist. Sonst hätte man nicht die bisherigen Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Und nach den durch das Land für 2014 geplanten Arbeiten soll der Hauptweg wieder (relativ) gefahrlos begehbar sein. Bis dahin sollte man mit der Umleitung über den südlichen Weg leben können, zumal dieser Weg vielleicht sogar noch schöner als das Original ist. Und die 50 Meter Umweg bieten 50 Meter mehr Naturgenuss bei zwei tollen Bodequerungen….! Unbefriedigend ist allerdings der derzeitige Zustand. Das Absperrband wird immer wieder entfernt. Dann weist lediglich ein etwas schüchternes Verkehrsschild, dass so aussieht, als sei es bei den letzten Wegebauarbeiten vergessen worden, auf die Sperrung hin. Viele Wanderer werden gar nicht wissen oder merken, dass sie einen eigentlich gesperrten Weg betreten. Hier muss natürlich etwas geschehen! Die Leute, die das Absperrband immer wieder entfernen, ahnen wahrscheinlich gar nicht, was sie anrichten. Sie tragen nämlich dafür Verantwortung, dass Menschen in Gefahr geraten.

    Ich sehe hier (unabhängig von den eigentlich unverantwortlichen juristischen Scheingefechten) die Hauptverantwortung bei der Stadt Thale, die eigentlich das größte Interesse daran haben müsste, dass die Wanderer die Umleitung und nicht den gesperrten Wegabschnitt begehen. Klar ist doch, das wenn der erste Wanderer durch einen Felsabsturz zu Schaden kommt, ein immenser wirtschaftlicher Schaden für den Tourismus entsteht. Von der nie zu tilgenden moralischen Mitschuld am menschlichen Leid mal ganz zu schweigen. Die Stadt Thale sollte daher auch das größte Interesse an der ordnungsgemäßen Kennzeichnung der Sperrung und des Umweges haben. Statt vor Gerichten zu prozessieren, sollte man schnellstmöglich:

    1. die derzeit verwirrende und widersprüchliche Wanderwegbeschilderung entfernen,
    2. das „Gaststätte geöffnet“-Schild entfernen (dieses suggeriert dem unbefangenen Wanderer, das man nur an dieser Stelle zur „Königsruhe“ gelangen kann),
    3. statt des Verkehrszeichens und des Absperrbandes ein großes, deutlich lesbares Schild mit einer eindeutigen Beschriftung zur Sperrung, zum Sperrgrund (ja tatsächlich: „Lebensgefahr“) und zur Umleitungsstrecke, auf der man die Königruhe und Treseburg erreichen kann, anbringen,
    4. eine deutlich sichtbare, eindeutige und unmissverständliche Beschilderung der Umleitung anbringen.

    Das ganze auch in der umgekehrten Wegrichtung und fertig ist der Lack! Kostet nicht viel, rettet Menschenleben und befreit Bürgermeister von Gewissensbissen (falls mal was passiert).

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