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Brockenwanderung – Etappe 2

Harzer Hexenstieg von Altenau nach Schierke

Der 2. Tag auf dem Harzer Hexenstieg stand an. Die Übernachtung im Gasthaus Haus Stephanie war sehr familiär. Wir konnten uns perfekt entspannen, um gut auf den schweren Wandertag eingestimmt zu sein. Über den berüchtigten Magdeburger Weg und Torfhaus sollte es hoch zum Brocken gehen und das Tagesziel war dann in Schierke. Den Weg zurück zum Hexenstieg änderten wir etwas. Es ging also nicht retour zur Skiwiese Rose sondern wir liefen hinab in den Ort, versorgten uns etwas in einer Bäckerei und nahmen abschließend den steilen Anstieg über den Kunstberg. Die Streckenlänge hat sich hier laut Landkarte nicht beachtlich geändert. Bloß ein Teil des Dammgrabens verpaßten wir dadurch.

haus-stephanie-altenau

Magdeburger Weg – Torfhaus

Den Kunstberg hatten wir nun überwunden und folgten nun wie gehabt der Ausschilderung des Hexenstieges entlang des Dammgrabens. Nach weiteren 3-4 Kilometern und einem Stempel für die Harzer Wandernadel trafen wir auf den Magdeburger Weg. Die Wegführung war zuerst nicht so ganz klar, doch zu guter Letzt trafen wir auf den Trail, der von vielen als der schwerste Bereich des Harzer Hexenstieges bezeichnet wird. Es wurde trailig und die Höhenmeter wurden langsam mehr. Vorbei an einem Wasserfall, über viele Wurzeln und Steine. An der steilen Wand ging es links vom Weg tief ins Tal hinab. An einem kleinen Abschnitt lagen noch einige Bäume, wobei der Weg selber aber recht frei war. Gegen Ende des Magdeburger Weges wurde es dann eher matschig. Dieses Teilstück des Harzer Hexenstieges wäre erstmal geschafft. Über einen großen Kies-Parkplatz gelangen wir nach Torfhaus mit seinen rot-weißen Antennen. Der Bau des neuen Harz-Resorts scheint in den letzten Zügen zu sein. Wir passierten die Baustelle und kehrten in die Bavaria Alm ein. Typisch Harz.

magdeburger-weg-torfhaus

Brockenblick-torfhaus

Torfhaus – Brocken

Nach einer Stunde Pause setzten wir unsere Wanderung auf dem Harzer-Hexen-Stieg fort. Nun kam der Goetheweg hoch zum Brocken. Anfangs wieder entlang an einem Grabensystem des Oberharzer Wasserregals um dann links direkt in Richtung Brocken zu wandern, den wir seit Torfhaus im Blick haben. Der Abschnitt des Harzer Grenzwanderwegs nach dem Eckersprung (Stempelstelle der Harzer Wandernadel) war unschön. Diese Betonplatten sind geradezu nicht wanderfreundlich. Nach diesem Anstieg trafen wir auf die Bahnlinie der Brockenbahn und wir konnte das schnaupfende Dampfross schon von rechts hören. An dieser Stelle ist eine Art Ausweichgleis, d.h. die Bahn von oben wartet an diesem Ort, bis der Zug aus Schierke den Bereich passiert hat. Entlang der Bahnlinie läßt es sich schön wandern, auch wenn die Brockenbahn beim Vorbeifahren ganz schön die Luft verpestet.

Brocken-Bahn

Die letzten 1.000m hoch zum Brocken sind dann frisch asphaltiert. Eine wahrhaftige Wanderautobahn, auf der selbst der Fußgängerverkehr geregelt ist: Wanderer stiefeln links. Obwohl aus Marschroute Schierke noch einige Wanderer und Fahrradfahrer kommen, hält sich der Touristenstrom in Grenzen. Bereits an der Bahnlinie passierten wir die 1.000 üNN und dann auf der Brockenstraße die 1.100m üNN. Behäbig zog der Wind auf und es wurde merklich kühler. Der Blick oben war ok. Wir waren bereits schon einmal mit der Bahn auf dem Brocken gewesen und da war die Sicht um einiges besser. Schade. Wir knipsten am Brockenstein ein Paar Fotos, versuchten Orte im Harzer Vorland zu eruieren und entschieden uns dann für Kaffee und Kuchen im Touristensaal. Ein komisches Wort.

Brocken – Schierke

Der Brocken ist für Hexenstieg-Wanderer förmlich eine Sackgasse. Auf der anderen Seite des höchsten Berges Norddeutschlands geht es zwar auch nach Ilsenburg oder Bad Harzburg, doch der Hexenstieg führt einen wieder auf die Brockenstraße in Richtung Schierke. Ach ja, vor lauter Brocken haben wir doch haarscharf den Stempel für die Harzer Wandernadel vergessen. Der Kasten ist im Übrigen hinter dem Eingang dem Brockenhauses außen an der Hauswand. So, jetzt Schierke. Kurz nach dem Bahnübergang hat man die Wahl, den Hexenstieg schon jetzt zu verlassen und eine 5,5km lange Route nach Schierke zu nehmen oder der Brockenstraße weiter zu folgen und später abzubiegen. Wir entschieden uns für die kurze Strecke, denn auch hier war wieder ein Stempel versteckt. Das sollte unser 4. Stempel an diesem Tag sein. Doch diesen mußten wir uns erst erkämpfen. Der Eckerlochstieg war hart. Das Wandern wurde zum Klettern. Viele Steine bzw. Brocken versperrten uns den Weg und es war wirklich heavy, doch letztendlich spaßig. Eine tolle Abwechslung, die ungeachtet des hohen Schwierigkeitsgrades schöner als die Betonplatten waren.

Über die alte Bobbahn liefen wir dann fix und fertig in Schierke in unserem kleinen Gasthof ein. Wir hatten jetzt so knappe 50km Harzer-Hexenstieg hinter uns gebracht und unsere Füße meldeten sich schon etwas zu Wort. Daher fielen wir nach dem Zu Tisch sein ins Bettchen.

Etappe 1: Osterode am Harz nach Altenau
Etappe 2: Brockenwanderung von Altenau nach Schierke
Etappe 3: Schierke über die Schnarcherklippe nach Rübeland
Etappe 4: Die kurze 4. Hexenstieg-Etappe

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