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Brocken und Wurmberg | 25km Wanderung im Harz

Life begins at the end of your comfort zone

Es stand wie auch schon im Vorjahr eine herbstliche Brockenwanderung zum Sonnenaufgang auf dem Plan. Die Wettervorhersage war nicht schön, doch dies hielt mich nicht davon ab, einen Wanderkollegen in Clausthal einzusammeln und um 5:00Uhr morgens ab Oderbrück zu starten. Der Versuch, ohne Stirnlampe zu wandern scheiterte. Die ersten Kilometer wanderten wir durch eine Nebelbank und hatten trotz Lampe kaum Sicht.


Die Hirschmänner waren von den Wetterbedingungen unbeeindruckt und brüllten Ihren Balzruf durch das Eckertal.


Im Prinzip hatten wir ziemlich getrödelt, doch es war ja recht schnell klar, dass uns die Sonne nicht auf dem Brocken begrüßen wird. Es wurde also heller, aber von den Brockengebäuden war kaum etwas zu sehen.



Oben habe ich dann mal etwas Wasser für einen Kaffee aufgesetzt … musste ein etwas größeres Feuer machen, da es doch recht windig war.

Auf dem Brocken trafen wir dann einen Teil der Rockharz-Wanderer, die bereits am Vortag über den Teufelsstieg den höchsten Berg Norddeutschlands erklommen hatten. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Brockenhotel ging’s dann weiter in Richtung Braunlage. Es war weiterhin nebelig und zwischenzeitig setzte auch der Regen ein. Aber wie der 2. Titel schon sagt, war das schlechte Wetter kein Hindernis. Die richtige Kleidung und vor allem nette Wanderkumpanen machten auch diesen Tag zu einem schönen Wandererlebnis.

So auf Höhe Mittelstation-Kaffeehorst- Wurmberg wurde das Wetter besser und man konnte etwas ins Tal schauen.

Nach dem höchsten Berg Sachsen-Anhalts erklommen wir nun den höchsten Berg Niedersachsens mit dem neuen Aussichtsturm. Die Aussicht kostet 5,00€ und man kann wahlweise über die Treppen oder mit dem Fahrstuhl in die Panorama-Etage fahren. Durch das wechselhafte Wetter war natürlich auch die Sicht sehr unterschiedlich. Wer Lust hat, kann beim Turmabstieg die letzten 2 Etage rutschen. Macht es aber nicht bei schlechtem Wetter, denn das Ende der Rutsche ist im Freien … folglich hatte ich einen nassen Hintern.

Die Wanderung setzten wird nun auf dem Kolonnenweg / Grenzwanderweg bis zum Kaffeehorst fort, wo sich dann unsere Wege wieder trennten. Für die Tageswanderer ging es mit dem Bus von Braunlage zurück nach Oderbrück (kostet 2,80€) und der Rest setzte seine Wanderung auf dem Harzer Grenzwanderweg bis nach Hohegeiß fort.

Die Streckenlänge betrug gute 25km bei ca. 640 Höhenmetern. Da ich kein Freund des Kolonnenweges bin, liefen wir westlich am Wurmberg vorbei um ihn dann über den Kaffeehorst zu besteigen. Eine Wanderung, die in Erinnerung bleibt. Bei schlechtem Wetter erkennt man dann auch die Mystik des Harzes.

Über Hexenstieg-Profi Stephan

Geboren und aufgewachsen in Osterode am Harz. Kam durch den Oxfam Trailwalker zum Wandern und kennt den Harzer-Hexen-Stieg wie seine Westentasche. Kann auch als Wanderführer für den Hexenstieg gebucht werden.