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Selketalstieg – Fotowanderung im Harz

Abschnitt von Stiege bis nach Mägdesprung

Ja, ich wählte nun auch dieses Mal den Harzer Hexenstieg nicht für meine Wanderung durch den Harz, sondern entschied mich für den Selketalstieg. Auf diesem war ich dieses Jahr schon mal kurz zwischen Mägdesprung und Selkemühle unterwegs und es war eigentlich ganz nett. Ich plante 1,5 Tage für den Anschnitt von Stiege bis Mägdesprung ein, d.h. Wandern mit Gepäck. Im Prinzip war es Urlaub im Harz mit einer Übernachtung. Ich hatte mir übrigens im Vorfeld schon einen großen Foto-Rucksack von F-Stop gekauft, der auf seinen ersten Test wartete.

Wanderung entlang der Selketalbahn

Das Wetter war besser als angesagt und einer Fotowanderung auf dem Selketalstieg stand nichts entgegen. Bereits am HSB-Bahnhof Stiege erwarteten mich ein blauer Himmel mit gemalten Wolken. Ich stellte mein Auto ab und schon ging’s los.

Fotowanderung

Startpunkt Selketalstieg am Bahnhof Stiege

Der Abschnitt meiner Fotowanderung war im Prinzip ein Wiesenweg und recht parallel zur Bahnlinie der Harzer Schmalspurbahn. Es war ganz angenehm und ein schönes Foto ließ sich auch hier schiessen.

Selketalstieg

Die ersten Kilometer auf dem Selketalstieg

Schon zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir, dass der Selktalstieg ideal für Bahnliebhaber geeignet ist, denn die Triebwagen und die Dampflok tauchen immer wieder auf. Allerdings ist die Selketalbahn nicht so befahren wie die Brockenstrecke. Es kann da schon mal vorkommen, dass 2 Stunden nichts passiert. Der Wanderweg führte mich langsam ins Waldgebiet. Ich ließ den Brocken, der hinter mir trübe zu sehen war, zurück und machte anschließend einen kleinen Umweg zum Quellgebiet der Selke. Hier stand auch ein Stempelkasten der Harzer Wandernadel. Spektakulär war’s jetzt nicht gerade.

herbstwanderung

Selketal im Herbst

Der Wald im Ostharz oder auch Unterharz hat wirklich einen höheren Laubbaum-Anteil. Es waren bereits einige Blätter von den Bäumen gefallen und es kam ein richtiges Herbst-Gefühl hervor. Ich peilt nun Güntersberge an, musste aber hierfür noch hoch nach Friedrichshöhe. In diesem flecken gibt’s aber leider nicht, so dass man ihn getrost links liegen lassen kann. Der Selketalstieg verläßt auch hier die Bahnlinie, aber keine Angst, man hat sie bald wieder.

selketalstieg

Friedrichshöhe

Die Ausschilderung des Wanderweges war nun nicht sehr eindeutig. Aber es ging wohl links den Berg hinab. Die Streckenführung machte aber nicht so den Sinn, denn man hätte auch weiter den Hasenweg bis zum Ellerteich gehen können. Na ja, hier hat wieder einer an die Bahnliebhaber gedacht. Güntersberge kam immer näher. Bevor man aber den Harzort erreicht, muss der Wanderer einen kleinen Umweg über den Teich des Katzensohlbachs machen.

guentersberge

Katzensohlbach – Stempelstelle

Da ich erst um die Mittagszeit gestartet war, beschloss ich nun, einen Teil der Strecke abzukürzen und mit der Selektalbahn zu fahren. Ich buchte spontan ein Hotel in Alexisbad und wartete auf den Zug. Die komplette Strecke wollte ich nicht fahren, so dass bereits in Silberhütte wieder Schluß mit der Bahnfahrt war. Hier ging’s dann weiter zu Fuß hoch zu den Uhlenköpfen.

brockenblick

Brockenblick mit Stempelstelle

Auf 3 Uhr war auch hier wieder der Brocken zu sehen. Der Himmel zog sich leider etwas zu, sonst wäre es bestimmt ein schönes Foto geworden. Die letzten Kilometer an diesem Tag waren leider etwas langweilig. Forstweg, Forstweg und runter zur Bundesstraße, an der die Motorradfahrer ordentlich Gas gaben. Egal, man kann ja nicht auf dem Kilometer des Wanderweges ein Highlight einbauen.

fotorucksack

Fotorucksack F-Stop Satori EXP – 68L

Mal so kurz zwischendurch. Ich war an diesem Tag ungefähr 15km gewandert und hatte den F-Stop Gear – Satori EXP Fotorucksack auf dem Rücken. Der Tragekomfort ist wirklich gut und man kann ohne weiteres Klamotten für 3-4 Tage mitnehmen. Über den Rückenteil kommt man auch schnell an die Kamera bzw. an die Objektive. Der F-Stop ist wirklich empfehlenswert, obwohl der Preis recht hoch ist.

Für den nächsten Tag war auch nur eine kleine Wanderung an der Tagesordnung. Geplant war, auf dem Selektalstieg weiter bis nach Mägdesprung zu laufen und direkt an der Selke wieder zurück nach Alexisbad, um dann wiederum mit der Bahn zurück zum Auto nach Stiege zu fahren. Der Plan ging auch so auf.

Der Talstieg wird zum Höhenweg

Der Selketalstieg verläuft ab Alexisbad auf einer Art Höhenweg. Eine Art Serpentin führt den Wanderer hoch zur Urne, die das erste Zwischenziel mit einer Stempelstelle der Harzer Wandernadel darstellt.

urne-selketal

Verlobungs-Urne

Das Wetter war leider nicht mehr so gut wie am Vortag. Ich muss da noch etwas einfügen. Der Wanderweg ist jetzt nicht ganz so gut ausgeschildert wie der Harzer-Hexen-Stieg. Wer mal Zweifel am richigen Weg hat, könnte auch die gelben Pfeilen folgen, die immer wieder zu sehen waren. Ich denke mal, dass sie für einen Lauf unterstützend gesprüht wurden.

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Wenn man mal den Weg nicht findet

Oberhalb von Alexisbad steht wirklich viel im Wald herum. Der kleine Harzort, der heute in erster Linie aus 2 großen Hotels und 2 Cafes besteht, war wohl früher sehr beliebt.

alexisbad-pavillon

Luisentempel

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Friedensdenkmal

selketal

Gedenkkreuz Mägdetrappe

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Obelisk in Mägdesprung

Die Köthener Hütte, das Birkenhäuschen und den Pioniertunnel habe ich jetzt mal weggelassen. Aber insgesamt ist der Abschnitt des Selketalstieges recht schön, auch wenn man an den Panorama-Punkten eigentlich nur Wald sieht. Vielleicht wäre es besser, im Spätherbst hier noch mal vorbeizuschauen.

Ab Mägdesprung verlasse ich den Wanderweg. Zum einen kenne ich den nächsten Abschnitt schon, zum anderen wollte ich am Selkefall ein Paar Fotos machen. Wie am Vortag führte nun der schmale Wanderweg immer entlang der Selketalbahn und nach 1,5km hörte ich bereits den kleinen Wasserfall.

selkefall

Selkefall zwischen Alexisbad und Mägdesprung

Die letzen Meter lagen nun vor mir. Und zum Abschluß gibt’s noch 2 Bahn Fotos:

harzer-schmalspurbahn

Selketalbahn

selketalbahn

Am Bahnhof Alexisbad

Das Dampfross brachte mich für €10,00 zurück nach Stiege und meine kleine Fotowanderung war leider schon beendet. Den nächsten Abschnitt des Selketalstieges werde ich dieses Jahr auch noch in Angrill nehmen. Besonders die Burg Falkenstein wollte ich schon immer mal besuchen.

Über Hexenstieg-Profi Stephan

Geboren und aufgewachsen in Osterode am Harz. Kam durch den Oxfam Trailwalker zum Wandern und kennt den Harzer-Hexen-Stieg wie seine Westentasche. Kann auch als Wanderführer für den Hexenstieg gebucht werden.

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